gefragt – geantwortet

Die letzten Wochen habe ich genutzt, um intensiv mit den Menschen in unserer Stadt ins Gespräch zu kommen. Interessanterweise wurden mir dabei die nachfolgenden Fragen immer wieder gestellt.

Sind Sie nicht zu jung für das Amt des Bürgermeisters?

Mit 33 Jahren bin ich gewiss nicht zu jung für das Amt des Bürgermeisters. Der aktuelle Amtsinhaber war bei Antritt lediglich zwei Jahre älter. Arndt Steinbach war 34 Jahre alt, als er Landrat wurde, und sogar erst 24 Jahre, als er zum Bürgermeister von Wilsdruff gewählt wurde.

Fehlt Ihnen nicht die notwendige Erfahrung?

Im Gegenteil! Ich kann auf eine über zehnjährige Berufserfahrung in der Stadtverwaltung Zwickau zurückblicken. Als stellvertretender Amtsleiter der Kämmerei habe ich nicht nur Führungserfahrung, sondern auch einen guten Einblick in alle Verwaltungsbereiche einer Stadt.

…aber Ihr Mitbewerber ist dritter stellvertretender Landrat!?

Hierbei handelt es sich nur um eine rein repräsentative Aufgabe. Die vertretungsweise Führung des Landratsamts obliegt allein den Beigeordneten.

Wie wollen Sie den zerstrittenen Stadtrat versöhnen?

Das gereizte Klima im Stadtrat basiert nach meiner Einschätzung auf gegenseitigem Misstrauen. Hier ist es von unschätzbarem Vorteil, dass ich erst 2019 in den Stadtrat gewählt wurde und daher nicht in die alten Grabenkämpfe involviert bin. Als Bürgermeister werde ich auf alle politischen Lager zugehen, Informationen rechtzeitig an den Stadtrat und die stellvertretenden Bürgermeister weitergeben und die Einrichtung des Ratsinformationssystems vorantreiben. So möchte ich Vertrauen schaffen und die Wogen glätten. Auch von Stadträten, die meinen Mitbewerber unterstützen, wird mir attestiert, dass ich stets sachlich und ruhig auftrete. Das ist eine gute Ausgangsbasis.

Können Sie sich durchsetzen?

In erster Linie braucht man für Durchsetzungsstärke fachliche Kompetenz. Andernfalls ist man stets auf die Einschätzungen Anderer angewiesen. Als Diplom-Verwaltungswirt bringe ich diese Voraussetzungen mit. Mein bisheriger beruflicher Werdegang zeigt, dass ich mich durchsetzen kann.

Sind Sie auch in höhere politische Ebenen vernetzt?

Ja, als SPD-Kreisvorsitzender bin ich selbstverständlich mit Abgeordneten und Regierungsmitgliedern vernetzt. Als langjähriger Bediensteter im Bereich der Kommunalfinanzen möchte ich aber eines klarstellen: Die Fördermittel werden in diesem Land zum Glück anhand von Förderrichtlinien vergeben und nicht von einzelnen Abgeordneten verteilt – auch wenn dies
in der Öffentlichkeit gelegentlich anders dargestellt wird.

Wie stellen Sie sich das Verhältnis zwischen der Stadtverwaltung und den Bürgerinnen und Bürgern vor?

Die Verwaltung ist für mich ein Dienstleister für die Menschen in unserer Gemeinde. Hierzu gehört es, dass Anliegen zügig bearbeitet werden. Nach der Corona-Pandemie müssen wir auch die Öffnungszeiten unserer Verwaltung überdenken, um den Bürgerinnen und Bürgern die notwendigen Amtswege zu erleichtern. Außerdem können wir durch Online-Angebote bürgerfreundlicher werden. In den letzten Wochen wurde ich wiederholt darauf angesprochen, dass die Verwaltung mitunter telefonisch und per E-Mail schwer zu erreichen sei. Diesen Hinweisen werde ich konsequent – aber unvoreingenommen – nachgehen.

Werden Sie als Bürgermeister für die Menschen in unserer Gemeinde greifbar sein?

Auf jeden Fall! Ich werde regelmäßige Bürgersprechstunden einführen, die an verschiedenen Orten im gesamten Gemeindegebiet stattfinden, um mit möglichst vielen Menschen ins Gespräch zu kommen. Außerdem werde ich Einwohnerversammlungen einführen. Ein Bürgermeister muss stets offen für Kritik sein und aktiv den Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern suchen.

Warum finde ich in Ihrem Programm nichts zum Breitbandausbau?

Im April wurde der Auftrag zum flächendeckenden Breitbandausbau an Vodafone vergeben. Das Unternehmen hat sich verpflichtet, innerhalb von 30 Monaten die Versorgung im gesamten Gemeindegebiet aufzubauen. Daher ist der Breitbandausbau kein Thema mehr für die Bürgermeisterwahl. Wer hiermit für sich wirbt, täuscht die Wähler.

Lohnt es sich überhaupt noch, beim 2. Wahlgang seine Stimme abzugeben?

Auf jeden Fall! Am 08.11. treten nur noch zwei Kandidaten an, damit sind die Karten neu gemischt. Der Wahlausgang ist vollkommen offen. Es besteht eine realistische Chance, einen grundlegenden Wandel herbeizuführen. Es liegt in Ihrer Hand!

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